Die Antworten auf die Wahlprüfsteine – vollständig und gut lesbar
Als Vorsitzende der FREIE WÄHLER Wunstorf haben wir die Fragen zur Kommunalwahl 2026 beantwortet. Die Antworten sind inzwischen auch auf der Internetseite der Veranstalter abrufbar. Da die Darstellung dort längere Texte nur eingeschränkt lesbar macht, veröffentlichen wir unsere Antworten zusätzlich auf meiner Homepage – übersichtlich, vollständig und dauerhaft verfügbar.
1. Wärmewende
Erfolgreicher Klimaschutz in der Region Hannover wird nur gelingen, wenn auch die
Wärmeversorgung fossilfrei wird. Viele Kommunen der Region haben ihre
Wärmeplanung bereits begonnen oder sogar abgeschlossen. Für einige verdichtete
Gebiete werden Wärmenetze eine Option sein, in den meisten Fällen werden aber
dezentrale Lösungen wirtschaftlicher sein. Hausbesitzende sollten frühzeitig die
Optionen für ihre Gebäude kennen, um nachhaltige Entscheidungen zur Heizungs-
modernisierung treffen zu können.
Welche Schritte schlägt Ihre Partei oder Wählergruppe vor, um dezentrale
Wärmequellen zu fördern und dort, wo es möglich und wirtschaftlich sinnvoll
ist, fossilfreie Wärmenetze auszubauen? Bitte beziehen Sie kommunale
Gebäude, Privathaushalte und Industrie ein.
Antwort:
Wir, die FREIE WÄHLER Wunstorf setzen auf eine klimafreundliche, bezahlbare
und verlässliche Wärmeversorgung. Wo Wärmenetze wirtschaftlich sinnvoll sind,
unterstützen wir deren Ausbau. In vielen Ortsteilen werden jedoch dezentrale
Lösungen geeigneter sein. Die Stadt sollte gemeinsam mit den Stadtwerken
Wunstorf die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung verständlich und
bürgernah vermitteln und Eigentümer frühzeitig über geeignete
Heizungsoptionen, mögliche Wärmenetze und Fördermöglichkeiten informieren.
Die Stadtwerke sind für uns ein wichtiger Partner, um die Wärmewende vor Ort
verlässlich, transparent und bezahlbar umzusetzen.
2. Stilllegung von Gasnetzen
Fossiles Gas wird mittelfristig zu teuer werden für die Wärmeversorgung. Auch
knapper und teurer Wasserstoff wird für die Wärmeversorgung keine Alternative
sein. Die bestehenden kommunalen Gasnetze werden nach und nach unrentabel.
Kommunale Gasnetzbetreiber entwickeln bereits Zeitpläne, um Verteilnetze bis
2045 stillzulegen.
Wie kann Ihre Kommune die Stilllegung des Gasnetzes sozialverträglich
gestalten? Welche Rolle sollte sie zukünftig bei fossilfreien Wärmenetzen und
klimaneutralen Heizungen übernehmen?
Antwort:
Eine Stilllegung von Gasnetzen darf nur erfolgen, wenn praktikable und
bezahlbare Alternativen vorhanden sind. Die Stadt muss die Bürger frühzeitig
informieren und den Umstieg begleiten.
Die Kommune und die Stadtwerke Wunstorf sollte auch hier deshalb beraten,
Fördermöglichkeiten aufzeigen und technologieoffen unterstützen.
Es darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass Lösungen wie
Wärmepumpe nur dann sinnvoll sind, wenn die Gebäudehülle entsprechend
saniert (Dämmung gem. GEG / BEG) ist. Auch wenn die C02 Werte einer
Wärmepumpe zu fossiler Heizungsanlage weitaus besser ausfallen, muss die
finanzielle Lage der Bürger mit betrachte werden. Die Sanierung des Gebäudes
incl. einer regenerativen Heizung ist finanziell nicht für jeden umsetzbar.
3. Gebäudesanierung
Ein Großteil der klimaschädlichen Emissionen wird durch die fossile Beheizung von
Gebäuden verursacht. Insbesondere unzureichende Dämmung von Gebäudehüllen
führt zu hohen Energieverbräuchen, Emissionen und Kosten. Fachleute sind sich
darüber einig, dass es einen hohen Nachholbedarf bei der energetischen Sanierung
von Bestandsgebäuden gibt. Gleichzeitig bietet Sanierung auch viele Chancen:
architektonische Verbesserungen, eine Anpassung an neue Nutzungsanforde-
rungen, höherer Wohnkomfort, bessere Raumluftqualität sowie passive und aktive
Kühloptionen für den Sommer.
Welche Maßnahmen unterstützt Ihre Partei oder Wählergruppe, um die
Sanierung öffentlichen und privaten Gebäuden zu beschleunigen?
Antwort:
Wir wollen die Sanierung kommunaler Gebäude dort vorantreiben, wo der größte
Nutzen entsteht, und mit gutem Beispiel vorangehen.
Private Eigentümer brauchen eine kompetente Beratung und verlässliche
Informationen zu Fördermöglichkeiten statt zusätzlicher Bürokratie.
Neben BAFA und KfW sollten auch regionale und lokale Förderprogramme
besser bekannt gemacht werden.
4. Stromerzeugung
Neben Wind spielt Photovoltaik in Verbindung mit Batteriespeichern eine zentrale
Rolle für eine sichere, nachhaltige Stromversorgung und Netzstabilität. Um den
steigenden Strombedarf zu decken, müssen der Ausbau der PV-Erzeugung sowie
dezentraler Speicher weiter beschleunigt werden. Gleichzeitig braucht es
Erleichterungen bei der Kapitalbeschaffung und bessere Rahmenbedingungen für
Energiegenossenschaften. Diese beteiligen Bürgerinnen und Bürger direkt an der
lokalen Wertschöpfung und stärken so die gesellschaftliche Akzeptanz.
Wie soll der Ausbau von Photovoltaik – besonders auf kommunalen Gebäuden
– beschleunigt werden? Welche Anreize braucht es, damit private und
gewerbliche Eigentümer PV-Anlagen und Speicher installieren?
Antwort:
Geeignete Dächer kommunaler Gebäude sollten konsequent für Photovoltaik
genutzt werden.
Für private und gewerbliche Eigentümer brauchen wir einfache Verfahren, gute
Beratung und transparente Informationen über Fördermöglichkeiten für
PV-Anlagen und Speicher.
Durch die aktuelle Gesetzeslage "PV-Pflicht für neu gedämmte Dächer", gibt es
zwar einen indirekten Zwang für mehr selbst erzeugten Strom, gleichzeitig aber
auch immer mehr sanierungsbedürftige Dächer. Eine Finanzierung der
Dachdämmung und einer PV-Anlage muss aber langfristig geplant werden.
5. Mobilität und Verkehrswende
Für viele Bürgerinnen und Bürger ist die Fahrradnutzung und der ÖPNV aktuell nicht
attraktiv. Es fehlt an gut ausgebauten Radwegen entlang von Hauptverkehrsstraßen,
verkehrsberuhigten Nebenstraßen, sicheren Abstellmöglichkeiten, einem eng
getakteten und verzweigten Nahverkehrsnetz sowie einem verlässlichen CarSharing-
Angebot. Zudem ist die Straßenplanung häufig stark auf den Pkw ausgerichtet und
benachteiligt Fußgänger und Radfahrer.
Welche Maßnahmen sind nötig, um Rad- und ÖPNV-Nutzung zu erhöhen und
vor allem den innerörtlichen PKW-Verkehr zu reduzieren?
Antwort:
Wir wollen sichere Radwege, einen attraktiven ÖPNV und gute Bedingungen für
Fußgänger.
Gleichzeitig bleibt das Auto für viele Menschen, insbesondere in den Ortsteilen
mit unzureichender ÖPNV-Anbindung, unverzichtbar. Unser Ziel ist kein
Gegeneinander der Verkehrsmittel, sondern ein verlässliches Miteinander.
Dazu gehören eine bessere Anbindung der Ortsteile und bedarfsgerechte
Angebote, damit Bürger tatsächlich eine Wahl zwischen verschiedenen
Verkehrsmitteln haben.
6. Elektrifizierung des Verkehrs
Erfolgreicher Klimaschutz in der Region Hannover gelingt nur mit der Elektrifizierung
der Mobilität. Der Anteil der Elektroautos an den Neuzulassungen steigt seit 2024.
Trotzdem ist eine weitere Beschleunigung nötig. Lademöglichkeiten fehlen häufig,
vor allem bei Mehrfamilienhäusern und an Firmenparkplätzen.
Welche Maßnahmen sollte Ihre Kommune nach Ansicht Ihrer Partei oder
Wählergruppe priorisieren, um die Elektromobilität zu fördern?
Antwort:
Wir wollen die Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht ausbauen – insbesondere in
Wohngebieten, an Bahnhöfen und bei Gewerbe- und Firmenstandorten.
Die Kommune sollte geeignete Flächen bereitstellen, Genehmigungen
vereinfachen und über staatliche sowie regionale Fördermöglichkeiten
informieren. So kann Elektromobilität dort gefördert werden, wo sie tatsächlich
gebraucht und genutzt wird.
7. Flächeninanspruchnahme
Im Niedersächsischen Weg und in den Nachhaltigkeitsstrategien des Landes und
des Bundes sind Ziele zur Reduktion der Flächeninanspruchnahme definiert. Diese
Ziele werden in der Region Hannover aktuell weit verfehlt. Die weiter ansteigende
Versiegelung von Boden verstärkt die Auswirkungen des Klimawandels.
Welche Maßnahmen sollte die Kommune unternehmen, um die Flächeninan-
spruchnahme wirksam zu reduzieren und um Flächen durch Entsiegelung
zurückzugewinnen?
Antwort:
Wir wollen Innenentwicklung und die Nutzung von Leerständen und
Brachflächen gegenüber neuer Flächenversiegelung priorisieren. Gleichzeitig
braucht Wunstorf ausreichend Wohnraum.
Wohnraumentwicklung und Grünflächenschutz dürfen auch hier nicht
gegeneinander ausgespielt werden. Auch bei der Nachverdichtung müssen
ausreichend Grünflächen, Grünstreifen und Bäume erhalten bleiben bzw. neu
geschaffen werden – beispielsweise durch Baumreihen, begrünte Freiflächen
und Baumpflanzungen an Parkplätzen. Wo möglich, sollten versiegelte Flächen
entsiegelt werden.
8. Klimagerechte Bauleitplanung
Die kommunale Bauleitplanung eröffnet Kommunen die Chance, Klimaschutz in
neuen, aber auch in bestehenden Quartieren zu verankern.
Welche Möglichkeiten sieht Ihre Partei oder Wählergruppe, um Klimaschutz
und Klimaanpassung in Quartieren in der Bauleitplanung umzusetzen?
Antwort:
Klimaschutz und Klimaanpassung müssen frühzeitig in die Bauleitplanung
einfließen. Dazu gehören ausreichend Grünflächen und Bäume, ein
durchdachtes Regenwassermanagement sowie energieeffiziente Quartiere.
Gleichzeitig müssen Baukosten und die Bezahlbarkeit von Wohnraum im Blick
bleiben. Nachhaltige Stadtentwicklung und wirtschaftlich tragbares Wohnen
müssen gemeinsam gedacht werden.
Es sei jedoch auch erwähnt, dass die Möglichkeiten des Bauturbos genutzt und
keine zusätzlichen kommunalen Hürden geschaffen werden sollten.
9. Hitzeschutz und Biodiversität
Aufgrund des Klimawandels kommt es in unserer Region zunehmend zu Hitze-
perioden, die durch Begrünung abgemildert werden können. Gleichzeitig kann
naturnahe Begrünung entscheidend zum Schutz der Artenvielfalt beitragen.
Welche Maßnahmen sollten unternommen werden, um die Begrünung in
Quartieren zu erhöhen und Baumbestände in der Kommune zu schützen?
Antwort:
Bestehende Bäume sind ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt und müssen
besser geschützt werden. Wir wollen, dass für neue Bauvorhaben grundsätzlich
keine gesunden und erhaltenswerten Bäume weichen müssen. Bäume und
Grünflächen müssen deshalb von Beginn an in die Planung einbezogen werden.
Ergänzend sollten Dach- und Fassadenbegrünungen sowie naturnahe
Freiflächen stärker gefördert werden.
10. Starkregenereignisse und Grundwasserschutz
Innerorts sind Regen-/Abwasserleitungen oft viel zu klein dimensioniert für in
Zukunft häufiger auftretende Starkregenereignisse. Regenrückhaltemöglichkeiten
fehlen. Wasser fließt über Flüsse ab, anstatt das Grundwasser anzureichern.
Unkontrollierte Überschwemmungen an Bächen und Flüssen bedrohen Gebäude
und führen zu Ertragsausfällen in der Landwirtschaft.
Welche Maßnahmen schlägt Ihre Partei oder Wählergruppe vor, um Ver-
sickerung und Rückhaltung von Regenwasser zu fördern, das Grundwasser
zu schützen und Überflutungsschäden zu verhindern.
Antwort:
Wir wollen Regenwasser möglichst vor Ort zurückhalten, nutzen und versickern
lassen. Bei neuen Bauvorhaben sollten entsprechende Lösungen frühzeitig
berücksichtigt werden. Gleichzeitig müssen Entwässerungssysteme
anzunehmende Starkregenereignisse angepasst und Überflutungsschutz
verbessert werden. Vorsorge und dezentrale Regenwasserrückhaltung schützen
Gebäude, Infrastruktur und Grundwasser. Vorsorge ist besser als Schadens-
beseitigung.
11. Frischwasserverfügbarkeit
Durch den Klimawandel kommt es in Norddeutschland zu häufigeren und länger
anhaltenden Dürreperioden. Die Grundwasserstände sinken und Frischwasser wird
zunehmend zu einem knappen Gut.
Welche Anreize sollte Ihre Kommune aus Sicht Ihrer Partei oder Wähler-
gruppe setzen, um den Verbrauch von Frischwasser zu reduzieren und die
Nutzung von Regenwasser und Grauwasser zu fördern?
Antwort:
Wir wollen Anreize für einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser schaffen und
die Nutzung von Regenwasser stärker fördern. Bei geeigneten Bauvorhaben
sollten Regenwasserzisternen und wassersparende Technologien berücksichtigt
werden. Auch die Wiederverwendung von leicht verschmutztem
Haushaltswasser (Grauwasser) kann dort geprüft werden, wo dies technisch
und wirtschaftlich sinnvoll ist.
12. Kommunales Klimaschutzsystem
Kommunaler Klimaschutz ist nur möglich, wenn dafür eine dauerhafte institutionelle,
finanzielle und strategische Basis geschaffen wird. Dazu gehören mittelfristig
abgesicherte Personalstellen für z.B. Fördermittelmanagement, Bürger:innen-
beratung, Klimakommunikation, Sanierungsmanagement, Erfolgsmessung sowie
Unterstützung und strukturierte Einbeziehung Ehrenamtlicher. Darüber hinaus sind
Klimachecks von Ratsbeschlüssen, Grundsatzbeschlüsse zu Klimazielen und
kommunenübergreifende Kooperationen zielführend.
Welche Maßnahmen befürwortet Ihre Partei oder Wählergruppe, um kommuna-
le Klimaschutzstrukturen und Vernetzungen zu stärken und zu verstetigen?
Antwort:
Klimaschutz braucht klare Zuständigkeiten, konkrete Ziele und messbare
Ergebnisse. Neue Strukturen dürfen kein Selbstzweck sein, sondern müssen
einen erkennbaren Nutzen bringen. Klimaschutzbeauftragte sollten bei
relevanten Bau- und Infrastrukturentscheidungen frühzeitig eingebunden werden
und eine beratende sowie prüfende Funktion übernehmen. Fördermittel und
interkommunale Kooperationen sollten konsequent genutzt werden.
13. Bildung und Bewusstseinsbildung
Bewusstseinsbildung und Kommunikation sind ein wichtiger Baustein des kommu-
nalen Klimaschutzes. Im Kindergarten, der Schule und in anderen Bildungsein-
richtungen setzen sich Kinder und Erwachsene damit auseinander, wie man durch
individuelles Verhalten und gemeinschaftliches Wirken nachhaltig leben und
wirtschaften kann.
Welche Maßnahmen schlägt Ihre Partei oder Wählergruppe vor, um Klima- und
Umweltbewusstsein in den Bildungseinrichtungen in der Kommune zu
stärken?
Antwort:
Wir wollen Umwelt- und Klimaschutz für Kinder und Jugendliche praktisch
erlebbar machen. Schulen, Kitas und Vereine leisten bereits wichtige Arbeit und
sollten durch die Kommune unterstützt und besser vernetzt werden.
Dabei sollten konkrete Projekte zu Energie, Natur, Wasser und nachhaltigem
Handeln im Alltag stärker gefördert werden.
14. Akzeptanzsteigerung
Die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger wünscht sich einen wirksamen Klima-
schutz.
Welche Schritte sollte die Kommune unternehmen, um Akzeptanz und
Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen und Ausbau der erneuerbaren
Energien in der Bevölkerung weiter zu fördern?
Antwort:
Akzeptanz entsteht durch Transparenz, nachvollziehbare Entscheidungen und
ehrliche Beteiligung. Bürgerinnen und Bürger müssen frühzeitig informiert und
ernsthaft in Planungsprozesse einbezogen werden. Klimaschutzmaßnahmen
und der Ausbau erneuerbarer Energien brauchen nachvollziehbare Ziele, eine
offene Kommunikation und eine faire Abwägung von Kosten und Nutzen.
15. Finanzierung
Kommunale Neubau- und Sanierungsprojekte erfordern zunächst hohe Investitionen.
Die Berechnung von Lebenszykluskosten zeigt jedoch, dass energieeffiziente
Bauweisen, erneuerbare Energien am Gebäude und ein moderner, automatisierter
Betrieb der Gebäudetechnik die Energie- und Betriebskosten langfristig deutlich
senken.
Wie sollte die Kommune aus Sicht Ihrer Partei oder Wählergruppe sicher-
stellen, dass bei Neubauten und Sanierungen langfristig wirtschaftliche und
nachhaltige Lösungen umgesetzt werden?
Antwort:
Bei kommunalen Neubau- und Sanierungsprojekten müssen neben den
Investitionskosten immer auch die langfristigen Betriebs-, Wartungs- und
Folgekosten betrachtet werden. Wir wollen wirtschaftliche und nachhaltige
Lösungen, die sich über den gesamten Lebenszyklus rechnen. Fördermittel und
energieeffiziente Technologien sollten dort eingesetzt werden, wo sie langfristig
Kosten senken und einen erkennbaren Nutzen für die Bürger bringen.
16. Finanzierung
Der Kapitalbedarf für den Ausbau der Erneuerbaren sowie für die Sanierung der
Infrastruktur (Netze und Anlagen für Strom, Wärme, Wasser, Regen- und
Abwasser) überfordert häufig die öffentlichen Haushalte. Gleichzeitig engagieren
sich viele Bürger:innen bei Energiegenossenschaften oder bei Finanzierungen
kommunaler Energieprojekte.
Welche Finanzierungsmodelle schlägt Ihre Partei oder Wählergruppe vor,
und wie können Kommune und Bürger gemeinsam Projekte finanzieren?
Antwort:
Für große Infrastrukturprojekte braucht es einen Mix aus Fördermitteln,
kommunalen und privaten Investitionen. Auch die Bürgerinnen und Bürger
sollten, wo sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig, an Projekten beteiligt werden
können.
Die Stadtwerke Wunstorf können dabei als regionaler Partner eine wichtige Rolle
übernehmen. Wichtig sind transparente Finanzierungsmodelle und eine faire
Verteilung von Chancen und Risiken. Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit
und Bezahlbarkeit müssen im Mittelpunkt stehen.