Heute, 05.06.2026 berichtet der Wunstorfer Stadtanzeiger über den „Kampf ums Rathaus“ und stellt die weiteren Kandidatinnen für das Bürgermeisteramt vor.
Ich freue mich über die Berichterstattung. Da in einem Zeitungsartikel naturgemäß nicht alles vollständig wiedergegeben werden kann, möchte ich die an mich gestellten Fragen hier noch einmal ausführlicher beantworten.
Wie stellen Sie sich mehr Bürgernähe in der Praxis vor?
Bürgernähe bedeutet für mich nicht, dass eine Bürgermeisterin überall gleichzeitig sein kann. Bürgernähe bedeutet, erreichbar zu sein, zuzuhören und die Menschen ernst zu nehmen.
Ich werde regelmäßig freitags auf dem Wochenmarkt ansprechbar sein und feste Gesprächstermine in der Wasserzucht 28 anbieten. Darüber hinaus informiere ich bereits über meine Homepage und meine Social-Media-Kanäle transparent über politische Themen und beantworte Fragen der Bürger direkt.
Für mich beginnt Bürgernähe aber vor allem damit, die Menschen bei wichtigen Entscheidungen frühzeitig einzubeziehen und ihre Anliegen ernst zu nehmen.
Was können die Bürgerinnen und Bürger von einer Bürgermeisterin Kerstin Obladen erwarten?
Die Bürgerinnen und Bürger können Ehrlichkeit, Transparenz und klare Worte erwarten.
Ich werde den Menschen nichts versprechen, was eine Bürgermeisterin allein nicht umsetzen kann. Viele Entscheidungen werden vom Rat getroffen und damit letztlich von den politischen Mehrheiten bestimmt, die die Bürger selbst wählen.
Meine Aufgabe als Bürgermeisterin sehe ich darin, die Verwaltung bürgernah zu führen, Entscheidungen transparent vorzubereiten und die Interessen der Bürger zu vertreten. Dabei dürfen parteipolitische Interessen nicht im Vordergrund stehen. Die Bürger interessiert nicht, welche Partei einen Vorschlag eingebracht hat. Die Bürger interessiert, ob eine Idee sinnvoll ist und Wunstorf voranbringt.
Deshalb werde ich Entscheidungen nicht nach Parteibuch oder Ideologie bewerten, sondern nach ihrem Nutzen für die Menschen in Wunstorf.
Gute Ideen bleiben gute Ideen – unabhängig davon, von wem sie kommen.
Als Bürgermeisterin wäre ich für alle Bürger da. Mein Maßstab wären Vernunft, Transparenz, Bürgernähe und ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern.
Ich möchte, dass die Menschen wieder das Gefühl haben, gehört zu werden. Bürgerbeteiligung darf nicht erst stattfinden, wenn Entscheidungen bereits gefallen sind. Die Bürger müssen frühzeitig informiert und bei wichtigen Themen mitgenommen werden.
Mein Ziel ist eine Verwaltung, die sich als Dienstleister für die Bürger versteht – offen, erreichbar und lösungsorientiert.
Innenstadt
Die Innenstadt muss wieder attraktiver werden. Dazu gehören eine bessere Erreichbarkeit, weniger Bürokratie für Gewerbetreibende und eine Stadtentwicklung mit Augenmaß.
Eine lebendige Innenstadt entsteht nicht durch immer neue Vorschriften, sondern durch gute Rahmenbedingungen für Handel, Gastronomie und Veranstaltungen.
Wohnen
Bezahlbarer Wohnraum ist eines der größten Themen unserer Zeit. Gerade in Steinhude und anderen Teilen Wunstorfs erleben wir steigende Grundstücks- und Baukosten.
Die Stadt muss Bauvorhaben schneller begleiten und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass die Ortsteile ihren Charakter behalten.
Verkehr
Die Verkehrsprobleme werden seit Jahren diskutiert. Ich setze auf pragmatische Lösungen statt auf Ideologien.
Verkehr muss fließen, Anwohner müssen entlastet werden und Mobilität muss für alle Generationen möglich bleiben. Dazu gehören vernünftige Verkehrslenkung, ein attraktiver ÖPNV und eine bessere Abstimmung von Maßnahmen.
Steinhude
Steinhude ist ein besonderer Ortsteil mit großer Bedeutung für die gesamte Stadt. Die Herausforderungen durch Tourismus, Verkehr und hohe Wohnkosten müssen ernst genommen werden.
Ich möchte, dass Entscheidungen gemeinsam mit den Bürgern vor Ort entwickelt werden. Steinhude darf nicht nur Kulisse sein, sondern muss für die Menschen lebenswert bleiben, die dort wohnen.
Wie viel Kerstin Obladen steckt in den Freien Wählern beziehungsweise im Wahlprogramm?
Ich kandidiere für die Freien Wähler, weil wir viele gemeinsame Ziele verfolgen: Bürgernähe, Transparenz, solide Finanzen und pragmatische Lösungen.
Gleichzeitig bin ich eine eigenständige Persönlichkeit mit eigenen Erfahrungen als Unternehmerin, die ich bis Ende 2025 in Vollzeit war, und mit eigenen Überzeugungen.
Wer mich kennt, weiß, dass ich auch innerhalb meiner politischen Arbeit meine Meinung offen vertrete und Entscheidungen kritisch hinterfrage. Die Bürger wählen keine Partei ins Bürgermeisteramt, sondern eine Person. Deshalb werden die Bürger bei einer Bürgermeisterin Kerstin Obladen immer wissen, woran sie sind.
Ein persönlicher Punkt
Viele Bürger wissen nicht, dass ich seit genau einem Jahr in Teilzeit als Immobilienverwalterin angestellt bin. Auch deshalb kam eine Bürgermeisterkandidatur für mich zunächst nicht infrage.
Nach Fertigstellung meines Buches „Mit mir nicht – Aufbruch zur Klarheit“ habe ich Anfang Mai mit meinem Arbeitgeber über meine Überlegungen gesprochen. Seine Antwort war kurz und eindeutig: „Dann mach es!“ Dieser Rückhalt war für mich wichtig. Und deshalb sage ich heute ganz klar: Hier bin ich.
Ich kandidiere als Bürgermeisterin für Wunstorf, weil ich überzeugt bin, dass unsere Stadt einen echten Neuanfang braucht – mit mehr Bürgernähe, mehr Transparenz, klaren Worten und einem verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern.