Ich kandidiere für das Amt der Bürgermeisterin der Stadt Wunstorf, weil ich überzeugt bin: Unsere Stadt braucht mehr Bürgernähe, mehr Transparenz und eine Verwaltung, die die Menschen nicht als Bittsteller behandelt, sondern als Bürgerinnen und Bürger mit berechtigten Anliegen.
Mein beruflicher und persönlicher Weg hat mich geprägt. Ich bin gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte, Kauffrau und Unternehmerin. Zusätzlich habe ich mich im Bereich der rechtlichen Betreuung weitergebildet. Viele Jahre war ich selbstständig tätig, unter anderem in der Immobilienverwaltung. Heute arbeite ich in Teilzeit in einer Immobilienverwaltung und bin weiterhin als rechtliche Betreuerin tätig. Dadurch kenne ich Verwaltung, Behörden, Fristen, Anträge, Bescheide und bürokratische Abläufe nicht nur aus der Theorie, sondern aus der täglichen Praxis.
Gerade diese Erfahrungen prägen meinen politischen Blick. Ich sehe immer wieder, wie kompliziert Verfahren geworden sind, wie schwer verständlich Schreiben formuliert werden und wie lange Bürgerinnen und Bürger manchmal auf Antworten warten müssen. Ich weiß, wie belastend es sein kann, wenn Menschen das Gefühl haben, nicht gehört oder nicht ernst genommen zu werden. Deshalb möchte ich dazu beitragen, dass Verwaltung wieder verständlicher, erreichbarer und verlässlicher wird.
Politisch engagiere ich mich seit vielen Jahren in Wunstorf und besonders in Steinhude. Ich war stellvertretende Ortsbürgermeisterin in Steinhude und bin Mitglied des Rates der Stadt Wunstorf. Seit Januar 2025 bin ich Vorsitzende des Ortsverbandes der FREIE WÄHLER Wunstorf. Im April 2026 wurde ich zur stellvertretenden Landesvorsitzenden der FREIE WÄHLER Niedersachsen gewählt. Mein politischer Weg war dabei nie von Parteidisziplin oder Machtdenken geprägt, sondern von der Frage: Was ist sachlich richtig, was ist nachvollziehbar und was dient den Menschen vor Ort?
Ein Schwerpunkt meiner Kandidatur ist Transparenz. Bei großen Projekten, finanziellen Entscheidungen, Bauvorhaben oder Veränderungen in den Ortsteilen müssen Bürgerinnen und Bürger frühzeitig, verständlich und ehrlich informiert werden. Beteiligung darf nicht erst dann beginnen, wenn im Hintergrund bereits vieles vorbereitet wurde. Für mich ist Bürgerbeteiligung keine Formalie, sondern eine Frage des Respekts.
Ein weiterer Schwerpunkt ist eine bürgerfreundliche Verwaltung. Dazu gehören erreichbare Ansprechpartner, verständliche Schreiben, verlässliche Rückmeldungen und Öffnungszeiten, die auch für Berufstätige praktikabel sind. Digitalisierung kann vieles erleichtern, darf aber nicht dazu führen, dass Menschen ohne digitalen Zugang abgehängt werden. Persönliche Ansprechpartner bleiben wichtig.
Ich sehe Wunstorf als Gesamtstadt mit starken Ortsteilen. Die Kernstadt, Steinhude, Großenheidorn, Luthe, Bokeloh, Klein Heidorn, Kolenfeld, Mesmerode und alle weiteren Ortschaften haben eigene Themen, Sorgen und Stärken. Kommunalpolitik darf nicht nur im Rathaus stattfinden. Sie muss dort sichtbar sein, wo die Menschen leben, arbeiten, ihre Kinder betreuen, ihre Vereine tragen und sich ehrenamtlich engagieren.
Was mich ausmacht, ist meine direkte Art, meine Praxiserfahrung und mein Wille, Dinge nicht einfach hinzunehmen, nur weil sie „schon immer so“ gemacht wurden. Ich arbeite mich in Themen ein, stelle Fragen und spreche Widersprüche an. Das ist nicht immer bequem, aber notwendig. Als Stärke sehe ich meine Beharrlichkeit, meine Unabhängigkeit und meinen Blick für praktische Lösungen. Als Schwäche würde ich sagen, dass ich Ungerechtigkeiten und Ausflüchte nur schwer stehen lassen kann. Gleichzeitig ist genau das einer meiner Antriebe.
Ich komme nicht aus einem klassischen Parteiapparat, sondern aus der beruflichen Praxis, aus dem Ehrenamt, aus der Kommunalpolitik und aus vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern. Ich weiß, dass politische Entscheidungen konkrete Auswirkungen haben: auf Familien, Eigentümer, Mieter, Unternehmer, Vereine, Senioren und junge Menschen.
Sollte ich nicht zur Bürgermeisterin gewählt werden, endet mein Engagement nicht. Dann werde ich mich weiter im Rat, bei den FREIE WÄHLER und für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Mein Einsatz für Wunstorf ist nicht an ein Amt gebunden. Aber ich kandidiere, weil ich Verantwortung übernehmen möchte – für eine Stadt, in der Entscheidungen nachvollziehbar sind, Bürger ernst genommen werden und Verwaltung wieder stärker als Partnerin der Menschen verstanden wird.